Die lange Zeit der Therapie und der Krankenhausalltag hinterlassen Spuren - bei den jungen PatientInnen, bei ihren Geschwistern und Eltern. Auch wenn die Krankheit ausgestanden ist, bleiben die Auswirkungen Bestandteil des Lebens aller Familienmitglieder.

Die psychosoziale Nachsorge

Gemäß dem Leitsatz "Kraft und Hoffnung geben - Überleben!" veranstaltet die Kinder-Krebs-Hilfe seit mehr als 20 Jahren Camps für krebskranke Kinder und Jugendliche, um sie dabei zu unterstützen, ihr Leben wieder in die Hand zu nehmen, mit ihren Ängsten umzugehen und Selbstvertrauen aufzubauen. Denn auch wenn die Therapie endlich überstanden ist, bleibt die Krankheit immer noch Bestandteil des Lebens aller Familienmitglieder.

Die psychosoziale Nachsorge von geheilten KinderkrebspatientInnen wird somit immer wichtiger, zumal fast alle Kinder und Jugendlichen in irgendeiner Form, sei es medizinisch, psychisch oder sozial, mit langfristigen Folgen ihrer Krankheit konfrontiert sind. Betroffene Kinder und Jugendliche sind auch noch Jahre nach der Erkrankung "anders" und müssen mit der Angst vor eventuell auftretenden Spätfolgen und einem Rückfall leben. Ihre Krankheitsbewältigung zu unterstützen heißt aber auch, den Eltern und den gesunden Geschwistern zu helfen, da jeweils die ganze Familie gleichermaßen betroffen ist.

Unter Nachsorge & Camps finden Sie unser Angebot an Camps für Betroffene und Geschwister, die alle auf der Sonneninsel, dem ersten österreichweiten psychosozialen Nachsorge-Zentrum für an Krebs erkrankte Kinder und Jugendliche, stattfinden.

Die familienorientierte medizinische Rehabilitation

Für onkologisch erkrankte Kinder sowie deren Eltern und Geschwister gibt es die Möglichkeit, Rehabilitationsaufenthalte in speziellen Nachsorgekliniken zu absolvieren.

Bei derartigen Aufenthalten werden nicht nur medizinische Behandlung und Rehabilitation (z.B. Fortführung von Therapien, vor allem Erhaltungstherapien und Transfusionen) angewendet, sondern es werden dem erkrankten Kind, aber auch Geschwisterkindern und den Eltern umfangreiche Unterstützungen (psychologisches Angebot, Gymnastik, Massagen, Abendunterhaltung, Hallenbad, Turnhalle, aktive Freizeitgestaltung) angeboten.

Die Kinder werden tagsüber in speziell auf das Alter abgestimmten Jugendgruppen durch qualifiziertes Personal betreut. Für schulpflichtige Kinder wird Schulunterricht angeboten.
Derartige Einrichtungen stehen derzeit in Österreich leider nicht zur Verfügung, sodass diese Aufenthalte in Deutschland durchgeführt werden müssen (zum Beispiel in Schönwald/Katharinenhöhe und Tannheim – beide im Schwarzwald, ca. 650 km von Linz entfernt).

Es ist jedoch festzuhalten, dass derzeit derartige Kuraufenthalte seitens der Krankenkasse nur in Einzelfällen (bei besonders schweren Therapiemaßnahmen, z.B. Knochenmarktransplantation) und zumeist auch nicht für die gesamte Familie, sondern nur für das erkrankte Kind und eine Begleitperson bewilligt werden. Für die übrigen Familienmitglieder ist ein Selbstkostenbeitrag zu leisten.

Spezielle Angebote gibt es auch für erkrankte Jugendliche und junge Erwachsene (Jugendreha), die in Schönwald in einem eigenen Haus (auch ohne Begleitperson) betreut werden.

www.tannheim.de
www.katharinenhoehe.de