Jedes Jahr erkranken in Österreich ungefähr fünf Kinder an einem Retinoblastom. Die Krankheit tritt fast immer bei Kindern unter fünf Jahren auf und wird oft schon im ersten oder zweiten Lebensjahr entdeckt. Ein Retinoblastom kann sowohl in einem Auge (einseitig) als auch in beiden Augen (beidseitig) vorkommen.

Kinder mit einem Retinoblastom haben ausgezeichnete Heilungschancen (ca. 95 Prozent), wobei die Größe und die Ausbreitung des Tumors eine Rolle spielt. Ist der Tumor über das Auge hinausgewachsen oder haben sich die Krebszellen im Körper ausgebreitet, sinken die Überlebenschancen. Da jede Situation und jedes Kind jedoch einzigartig sind, lassen sich nur schwer punktgenaue Vorhersagen treffen, aber Fakt ist: je früher diagnostiziert wird, desto besser die Behandlungsmöglichkeiten.

Umso wichtiger ist es deshalb, über die Symptome Bescheid zu wissen:
Häufig verursacht der Tumor bei starkem Lichteinfall eine weißliche Pupille. Dies wird Leukokorie oder „Katzenauge“ genannt und fällt häufig erst auf, wenn ein mit Blitz geschossenes Foto des Kindes angesehen wird. Die weit offen stehende Pupille erscheint in diesem Fall nicht rot, sondern gräulich-fahl. Darüber hinaus gibt es noch andere Symptome:


Ein an Retinoblastom erkranktes Kind sieht zwar mit dem kranken Auge schlechter, aber das ist bei kleinen Kindern oft schwer festzustellen. Auch ältere Kinder klagen fast nie über Sehstörungen, offensichtlich gewöhnen sie sich daran. Bemerkt werden könnte ein Augentumor dennoch wenn sich das Kind beim Spielen ein Auge zuhält und mit dem nicht verdeckten Auge schlecht bzw. nichts sieht.

Werden eines oder mehrerer dieser Symptome bemerkt, ist das wichtigste, so schnell wie möglich mit dem Kind eine/n Kinder- oder AugenärztIn aufzusuchen. Lassen Sie sich nicht wegen Terminengpässen vertrösten, bestehen Sie auf eine umgehende Untersuchung. Wenn sich der Verdacht auf ein Retinoblastom verhärtet, wird der/die behandelnde Kinder- oder AugenärztIn auf eine spezialisierte Augenabteilung an einer Klinik überweisen, in der Regel in Graz.