Was ist der Internationale Kinderkrebstag (ICCD)?

Der Internationale Kinderkrebstag (engl. ICCD - International Childhood Cancer Day) ist eine globale Gemeinschafts-Kampagne, die dem Thema Krebs im Kindes- und Jugendalter erhöhte Aufmerksamkeit verschafft und Unterstützung für betroffene Kinder und Jugendliche sowie Überlebende und ihre Familien zum Ausdruck bringen soll. Der Aktionstag zielt auf eine verstärkte Wahrnehmung und ein tiefergehendes Verständnis für die Probleme und Herausforderungen im Zusammenhang mit Krebs im Kindes- und Jugendalter ab. Außerdem soll Bewusstsein für die Auswirkungen auf die ehemaligen PatientInnen geschaffen werden. Nicht zuletzt wird dadurch der Bedarf an besseren Zugangsmöglichkeiten für die Versorgung aller an Krebs erkrankten Kinder und Jugendlichen weltweit unterstrichen.

Wer steht hinter dem Internationalen Kinderkrebstag?

Der alljährlich stattfindende ICCD wurde von der Organisation „Childhood Cancer International“ - CCI (ehemals ICCCPO: International Confederation of Childhood Cancer Parent Organizations) ins Leben gerufen – einem Zusammenschluss von 188 Elternorganisationen aus 93 Ländern der 5 Kontinente. Es ist das weltweit größte Netzwerk für die Betreuung, Unterstützung sowie Anwaltschaft von Krebspatienten im Kindes- und Jugendalter.

Der Internationale Kinderkrebstag (ICCD) basiert auf der Grundüberzeugung, dass alle Kinder und Jugendlichen, die an Krebs erkrankt sind, Zugang zu bestmöglicher medizinischer und psychosozialer Versorgung haben sollen – unabhängig von Herkunftsland, finanziellen Möglichkeiten und sozioökonomischem Status. Mit Hilfe rechtzeitiger und genauer Diagnosestellung, der Verfügbarkeit angemessener Therapien und Versorgung sowie erschwinglicher, qualitativ hochwertiger Medikamente kann die Kindersterblichkeit maßgeblich bei Krebs verringert werden.

Der ICCD wurde im Jahr 2002 ins Leben gerufen. Seither hat die jährlich stattfindende Veranstaltung globale Netzwerke und führende Institutionen als Partner gewonnen, darunter die Weltgesundheitsorganisation (WHO), SIOP (Internationale Gesellschaft für Kinderonkologie), die UICC (Union für Internationale Krebs-Kontrolle mit 770 Mitgliedsorganisationen in 155 Ländern), das ICPCN (Internationales Palliativ-Versorgungs-Netzwerk), das St. Jude Children’s Research Hospital, die IARC (Internationale Behörde für Krebsforschung), ICPCN (Internationales Palliativ-Pflege-Netzwerk für Kinder) sowie CLAN (Caring And Living Among Neighbours).

Warum ist es wichtig, den ICCD zu unterstützen und sich mit seinen Zielen solidarisch zu erklären?

Kinder und Jugendliche stehen im Zentrum der Gesellschaft. Es liegt in unserer Verantwortung, sicherzustellen, dass sie ihr Leben in bestmöglicher Weise leben und ihr Potenzial voll entwickeln können.
Die Diagnose „Krebs“ im Kindes- und Jugendalter verändert den „normalen“ Alltag auf einen Schlag. Ob für die Betroffenen selbst, aber auch für Geschwister oder Eltern – eine solche Situation ist für alle Beteiligten eine enorme und unglaubliche Herausforderung. Meist ist der Weg durch eine Krebserkrankung von starken Schmerzen und großen Belastungen gekennzeichnet – kein Kind, kein/e Jugendliche/r und keine Familie sollte diesen Weg alleine gehen müssen.

Die Österreichische Kinder-Krebs-Hilfe ist Mitglied bei Childhood Cancer International. Gemeinsam mit allen anderen PartnerInnen des Netzwerks setzten wir uns am Internationalen Kinderkrebstag dafür ein, Krebs bei Kindern und Jugendlichen zu einer nationalen und globalen Priorität zu machen, um folgende Grundrechte für alle Betroffenen zu gewährleisten:

das Recht auf eine frühzeitige und ordnungsgemäße Diagnose
- das Recht auf Zugang zu lebensrettenden unentbehrlichen Arzneimitteln
- das Recht auf angemessene und hochwertige medizinische Behandlungen
- das Recht auf Nachsorge für Survivors

 

In ganz Europa
Die häufigsten Krebsarten im Kindesalter sind Leukämien, Tumoren des Zentralnervensystems (ZNS), Lymphome und Neuroblastome. Trotz verbesserter Überlebensraten ist Krebs in der EU nach wie vor die erste Todesursache. Jedes Jahr gibt es in Europa 35.000 neue Krebsfälle bei Kindern und Jugendlichen. Davon sind 15.000 Kinder unter 15 Jahren und 20.000 Kinder zwischen 15 und 24 Jahren.

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Auf der ganzen Welt
Krebs bei Kindern ist nach wie vor die häufigste Ursache für nicht übertragbare Todesfälle bei Kindern weltweit. Jährlich erkranken mehr als 300.000 Kinder an Krebs weltweit.
Ungefähr 80 Prozent der Kinder auf der ganzen Welt leben in Ländern mit niedrigem mittlerem Einkommen, in denen mehr als 80 Prozent dieser Kinder an ihrer Krankheit sterben. In Industrieländern wie den USA, Kanada, Großbritannien, Japan und anderen überleben mehr als 80 Prozent der Kinder Krebs mit der Hoffnung, ein produktives und sinnvolles Leben zu führen.

 

Wir fordern heute dazu auf, AUFZUSTEHEN und DAS WORT ZU ERGREIFEN für Kinder, die an Krebs erkrankt sind, für die Überlebenden der Krankheit und ihre Familien. Unsere Forderung lautet, JETZT HANDELN, weil wir alle wissen, dass die sie unsere Unterstützung brauchen. Gemeinsam müssen wir Maßnahmen ergreifen, um die derzeitige Sterberate an Kinderkrebs zu verringern.

Jeder kann für sich etwas bewirken. Aber gemeinsam gelingt uns die Wende. Wenn wir zusammenarbeiten, können wir dazu beitragen, die Situation für Kinder und Jugendliche mit Krebserkrankungen, für die Überlebenden und ihre Familien zu verbessern.

 

Besuchen Sie auch:

www.internationalchildhoodcancerday.org

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