Tanja berichtet:
Vor einem halben Jahr war ich immer so müde und hatte oft Fieber. Ich bin zum Hausarzt gegangen und der hat mich ins Spital geschickt. Nach einer Blutuntersuchung musste ich einige Tage dort bleiben. Die Ärzte haben dort mein Knochenmark untersucht und dann haben sie meinen Eltern gesagt, dass ich Leukämie habe. Ich bin dann gleich ins St. Anna Kinderspital gekommen. Zuerst hatte ich ziemliches Bauchkribbeln, weil ich dort niemanden gekannt habe. Ich bin gleich in ein Zimmer gekommen, in dem man mich nur mit Mundschutz und sterilem Mantel besuchen durfte. Dann hat auch gleich die Therapie begonnen.

Da war mir oft schlecht und mein Mund und Bauch haben weh getan. Im Spital habe ich aber auch mit der Kindergärtnerin viel gebastelt und mit der Lehrerin gelernt.

Nach einigen Wochen durfte ich das erste Mal nach Hause. Am schlimmsten war, dass ich meinen Hund Hexi und meine Katze Speedy nicht mehr streicheln durfte (wegen der Infektionsgefahr). Außerdem habe ich nicht mehr alles essen dürfen, das ich sonst so gern mag wie z. B. Nusskuchen oder Tomaten.

Ich habe auch aufpassen müssen, dass ich nicht hinfalle oder mich verletze. Und ich durfte meine  Freundinnen nicht treffen und nicht in die Schule gehen! Aber meine Frau Lehrerin ist zu mir nach Hause gekommen und hat mit mir gelernt. Eigentlich hätte ich gern mehr über meine Klasse erfahren, aber ich hab mich nicht fragen getraut.

Zum Glück muss ich nicht so oft im Spital sein, weil zu Hause ist es am schönsten. Da ist auch der Papa da und die Mama kocht mir, was mir am besten schmeckt.