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26.08.2013

Radeln, um Mut zu machen: Regenbogenfahrt erstmals in Österreich


21.Regenbogenfahrt der Dt. Kinderkrebsstiftung führte von Würzburg bis Salzburg


Die traditionelle Regenbogenfahrt der Deutschen Kinderkrebsstiftung machte heuer erstmals in Österreich Station: Eine Woche lang radelten Jugendliche und junge Erwachsene, die in ihrer Kindheit und Jugend an Krebs erkrankt waren, von Würzburg über neun Stationen – unter anderen Regensburg und München – nach Salzburg, wo sie am Samstag, dem 24. August 2013 eintrafen. Empfangen wurden die RegenbogenfahrerInnen nach ihrer Tour, die heuer bereits zum 21. Mal stattfand,  in einem Nachsorge Camp der Österreichischen Kinder-Krebs-Hilfe. Von dort, der soeben fertig gestellten Sonneninsel in Seekirchen am Wallersee, fuhren sie im Anschluss zur kinderonkologischen Station der Salzburger Kinderklinik.

45 Radler waren unterwegs

Unter dem Motto „Wir haben es geschafft – Ihr könnt es auch schaffen!“ fahren die jungen ehemaligen KrebspatientInnen seit 1993 einmal im Jahr auf Fahrrädern von einer kinderonkologischen Station zur nächsten. An der ersten Tour nahmen 17 Radler teil, heuer waren schon 45 dabei. Ihr Ziel ist es, den aktuell erkrankten PatientInnen und deren Angehörigen Mut zu machen, indem sie von ihrer eigenen Erkrankung und deren Überwindung berichten. Denn obwohl mehr als drei Viertel aller erkrankten Kinder heute geheilt werden können, ist die Diagnose Krebs ein schwerer Schlag,  die Therapiezeit ist entbehrungsreich und langwierig und für jede Familie eine enorme Belastung. „Euer Kampf lohnt sich – das Leben geht weiter,“ lautet die Botschaft. Nicht zuletzt wollen die jungen Frauen und Männer jedoch auch für das Thema Krebs im Kindes- und Jugendalter sensibilisieren: Immer noch haben viele ehemalige PatientInnen in Schule oder Beruf mit Vorurteilen zu kämpfen, die es abzubauen gilt. Um dies zu erreichen, schwingen sich die engagierten „Survivors“ Jahr für Jahr auf’s Rad und tourten heuer durch Deutschland bis nach Österreich.

„Kraft und Hoffnung geben – Überleben“

Die Österreichische Kinder-Krebs-Hilfe ist eine Interessensvertretung für krebskranke Kinder und Jugendliche sowie deren Familien. Der gemeinnützige Verein wurde 1988 als Verband von sechs regionalen Landesverbänden (Wien/NÖ/Bgld.; Oberösterreich; Salzburg; Steiermark; Kärnten; Tirol/Vorarlberg) ins Leben gerufen und finanziert sich ausschließlich durch Spenden.

Gemäß ihrem Motto „Kraft und Hoffnung geben – Überleben!“ unterstützt die Österreichische Kinder-Krebs-Hilfe krebskranke Kinder und Jugendliche sowie ihre Geschwister und Eltern. Sie fördert die optimale Behandlung und Betreuung der Betroffenen, hilft den Familien mit finanziellen Zuwendungen und tritt gegen die Tabuisierung des Themas Krebs auf. Neben gezielten Informationen, Aktivitäten und Serviceleistungen setzt sich die Österreichische Kinder-Krebs-Hilfe vor allem für eine umfassende Nachsorge ein und bietet ehemaligen jungen PatientInnen jährlich eine Reihe von Nachsorge Camps an.  
 

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©Andreas Kolarik