Zurück

06.11.2009

Kinder-Krebs-Hilfe baut Zentrum für psychosoziale Nachsorge


Wien, 6. November 2009: Projekt „Sonneninsel“ wird Platz für 50 Eltern und Kinder bieten

„Nicht nur für die medizinische Rehabilitation von Kindern und Jugendlichen in Österreich, sondern insbesondere für die psychosoziale Nachsorge krebskranker Kinder und Jugendlicher fehlen in Österreich die entsprechenden Einrichtungen.“ – Mit diesen Worten kommentierte heute der Präsident der Österreichischen Kinder-Krebs-Hilfe (ÖKKH), Stephan Moser, den öffentlichen Einsatz eines betroffenen Vaters, die medizinische Rehabilitation von kranken und wieder gesundenden Kindern in Österreich auf neue Beine zu stellen. „Ich hoffe, dass der Vorstoß nach 20-jährigen Bemühungen diesmal Früchte trägt. Wir von der Österreichischen Kinder-Krebs-Hilfe haben uns jedoch aufgrund bis zuletzt fehlender Zusagen oder Signale für die Finanzierung einer kindergerechten Rehabilitation selbst entschlossen, ein in Österreich einzigartiges Zentrum für die psychosoziale Nachsorge zu bauen,“ so Moser.

Einzigartiges Zentrum

Auf einem 15.000 m² großen Grundstück in Seekirchen am Wallersee (Sbg.) wird die ÖKKH gemeinsam mit der Salzburger Kinderkrebshilfe für krebskranke Kinder, Jugendliche und deren Familien die „Sonneninsel“, ein nach internationalen Maßstäben konzipiertes Nachsorge-Zentrum, errichten. Diese in Österreich völlig neuartige Einrichtung wird eine psychosoziale Ergänzung zur medizinischen Rehabilitation darstellen und soll ehemals krebskranken Kindern und ihren Familien helfen, nach der schwierigen Zeit der Therapie und langen Krankenhausaufenthalte wieder Fuß zu fassen und Selbstvertrauen aufbauen zu können sowie die Rückkehr in die Normalität des Lebensalltags zu schaffen. Die ÖKKH widmet sich in Österreich bereits seit 20 Jahren der psychosozialen Nachsorge in Form von so genannten „Nachsorge- Camps“.

Rund 50 Personen werden in der „Sonneninsel“ Platz finden und neben den Nachsorge-Camps für betroffene Kinder und Jugendliche und ihre Geschwister u.a. auch für Elterntreffen, Familienseminare, selbstständige Projekte ehemaliger Krebspatienten und -patientinnen, Seminare für verwaiste Eltern und Fortbildungen im Bereich der Nachsorge zur Verfügung stehen.

SponsorInnen

Die „Sonneninsel“ mit Errichtungskosten in der Höhe von 3,5 Mio. Euro wird laut Plan mit Hilfe von SponsorInnen entstehen. Die Kinder-Krebs-Hilfe hofft jedoch auch auf eine Beteiligung der öffentlichen Hand. Für die laufenden Kosten von 600.000 Euro/Jahr hat sich die Kinder-Krebs-Hilfe einen starken Partner an Bord geholt: Der Lionsclub Seekirchen hat zugesichert, in Zusammenarbeit mit allen Lionsclubs in Österreich, die Hälfte der Therapiekosten für die ersten fünf Jahre aufzustellen.