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21.08.2012

Nachsorge-Camps: Krebskranke Kinder und Jugendliche tanken Kraft für den Alltag


„Ich kann dort sagen, was mir am Herzen liegt“

Wien/Eben im Pongau (Sbg.), 21.08.2012: Bereits zum vierten Mal besuchte der 15-jährige Patrick Schallagruber ein 10-tägiges Nachsorge-Camp der Österreichischen Kinder-Krebs-Hilfe. Vor allem die Auszeit vom Alltag und der Erfahrungsaustausch mit Kindern und Jugendlichen, die ebenfalls an Krebs erkrankten, machen die Camps für ihn besonders wertvoll.

Mit nur einem Jahr erkrankte Patrick Schallagruber an einem Rhabdomyosarkom, einem bösartigen Weichteiltumor. 9 Jahre später wurde ein Rezidiv festgestellt: Schilddrüsenkarzinom. Die beiden Krebserkrankungen haben bei Patrick Spätfolgen wie Konzentrations- und Antriebsschwäche hinterlassen, die den Alltag oft schwerer bewältigen lassen. „Am Camp kann Patrick Stress und Enttäuschungen abbauen. Die Gespräche mit den Betreuern und den anderen Kindern helfen ihm hier sehr weiter. Er ist jedes Mal frisch und ‚wie ausgewechselt‘ heimgekommen. Es hat ihm viel gebracht – körperlich und psychisch“, erzählt Patricks Mutter Brigitte Schallagruber.

Seit vielen Jahren bietet die Österreichische Kinder-Krebs-Hilfe jährlich rund 170 krebskranken Kindern und Jugendlichen und deren Geschwistern mit ihren Nachsorge-Projekten Hilfe für die Zeit nach Therapie und Krankenhaus. Die Krebserkrankung und ihre Folgen werden in den Camps auf unterschiedliche Weise thematisiert – von psychotherapeutisch begleiteten Spielen und Gesprächen, outdoor-pädagogischen Übungen bis hin zu Kreativgruppen und Reflexionsrunden.  „Die Teilnehmer und Teilnehmerinnen sollen dort lernen, ihr Leben wieder selber in die Hand zu nehmen, mit ihren Ängsten umzugehen und Selbstvertrauen aufzubauen“, erklärt Anita Kienesberger, Geschäftsführerin der Österreichischen Kinder-Krebs-Hilfe.

„Am meisten gefällt mir an den Camps, dass ich mit anderen über meine Krankheit sprechen kann. Zum Beispiel wie es mir im Krankenhaus ergangen ist, wie mein erster Schultag nach dem Spitalsaufenthalt war, usw. Ich kann dort einfach sagen, was mir am Herzen liegt und meinen Alltag ein paar Tage hinter mir lassen“, berichtet Patrick über seine Motivation, auch nächstes Jahr wieder aufs Camp fahren zu wollen.

Disclaimer:
Die Österreichische Kinder-Krebs-Hilfe ist eine Interessensvertretung für krebskranke Kinder und Jugendliche sowie deren Familien. Der gemeinnützige Verein wurde 1988 als Dachverband von sechs regionalen Landesverbänden (Wien/Niederösterreich/Burgenland; Oberösterreich; Salzburg; Steiermark; Kärnten; Tirol/Vorarlberg) ins Leben gerufen.

© Foto: Österreichische Kinder-Krebs-Hilfe
Fototext: Eine Auszeit vom Alltag und der Erfahrungsaustausch mit Kindern und Jugendlichen, die ebenfalls an Krebs erkrankten, machen die Camps für viele TeilnehmerInnen besonders wertvoll

Abdruck honorarfrei

Presserückfragen:
MMag.ª Monika Kehrer-De Campos, MAS; Öffentlichkeitsarbeit
Fon: + 43-1- 402 88 99

Anita Kienesberger, Geschäftsführerin
Mobil: +43-664 524 60 02

mailto:oesterreichische@kinderkrebshilfe.at
www.kinderkrebshilfe.at
 

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