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13.02.2012

Internationaler Kinderkrebstag am 15. Februar: „Müssen stärker an einem Strang ziehen“


Wien, 13.02.2012: Anlässlich des Internationalen Kinderkrebstages, der am 15. Februar 2012 bereits zum elften Mal ausgerufen wird, verweist die Österreichische Kinder-Krebs-Hilfe auf bevorstehende Herausforderungen im Bereich der Kinderonkologie. „Um Überlebensraten und Lebensqualität von an Krebs erkrankten Kindern und Jugendlichen weiter verbessern zu können, müssen ÄrztInnen, ElternvertreterInnen und alle Professionen, die am Kampf gegen Krebs beteiligt sind, noch stärker an einem Strang ziehen“, betont die Geschäftsführerin der  Österreichischen Kinder-Krebs-Hilfe, Anita Kienesberger.

In Europa wird jedes Jahr bei rund 15.000 Kindern und Jugendlichen eine Krebserkrankung diagnostiziert, rund 300 davon allein in Österreich. Die letzten 40 Jahre waren im Bereich der Kinderonkologie von großen medizinischen Fortschritten gekennzeichnet: In den 70-er Jahren überlebten nur etwa 20 Prozent der an Krebs erkrankten Kinder und Jugendlichen. Seit etwa 10 Jahren liegen die Heilungschancen in Europa konstant bei beinahe 80 Prozent. Um weitere Verbesserungen für die jungen PatientInnen und ihre Familien erreichen zu können, haben ÄrztInnen und Elternorganisationen auf europäischer Ebene die Notwendigkeit erkannt, verstärkt an einem Strang zu ziehen.

Früherkennung von Tumoren des zentralen Nervensystems Für 2012 haben sich ÄrztInnen- und ElternvertreterInnen in Europa auf das Verfolgen eines wichtigen Ziels verständigt: Die Früherkennung von Tumoren des zentralen Nervensystems (Gehirn und Rückenmark) im Kindes- und Jugendalter. Im Vergleich zu den USA dauert es in Europa rund dreimal so lange, bis ein Hirntumor diagnostiziert ist. „Hirntumoren sind deshalb schwierig zu diagnostizieren, weil viele Symptome einer Krebserkrankung des zentralen Nervensystems wie z.B. Erbrechen oder Kopfschmerzen, auch auf andere, harmlosere Krankheiten zutreffen können“, erklärt Univ.-Prof. Dr. Irene Slavc, Leiterin der Neuroonkologie an der Universitätsklinik für Kinder- und Jugendheilkunde am AKH Wien. Abgesehen von Unfällen sind Hirntumoren nach wie vor die häufigste Todesart bei Kindern in Europa. Eine rasche Diagnose bedeutet, Leben zu retten und Langzeitfolgen zu verringern.

Zu diesem Zweck wird in verschiedenen Länder Europas, darunter auch Österreich, eine Aufklärungskampagne gestartet nach dem Vorbild der britischen Kampagne „HeadSmart – be brain tumor aware“ (Übersetzung in etwa: Schlauköpfe achten auf die Zeichen von Hirntumoren). Mit der Kampagne sollen die Symptome von Hirntumoren einer breiten Öffentlichkeit, allen voran Eltern, Jugendlichen und AllgemeinmedizinerInnen, bekannt gemacht werden. „Denn nur wenn bei bestimmten Symptomen auch an einen möglichen Hirntumor gedacht wird und diese Möglichkeit in die differentialdiagnostischen Erwägungen einbezogen wird, können die entsprechenden Untersuchungen veranlasst werden, um den Verdacht zu erhärten oder zu entkräften“, betont Slavc.

Disclaimer
Die Österreichische Kinder-Krebs-Hilfe ist eine Interessensvertretung für krebskranke Kinder und Jugendliche sowie deren Familien. Der gemeinnützige Verein wurde 1988 als Verband von sechs regionalen Landesverbänden (Wien/NÖ/Bgld., OÖ, Sbg., Stmk., Ktn., Tirol/Vbg.) ins Leben gerufen.

Die Österreichische Kinder-Krebs-Hilfe ist Mitglied der Internationalen Vereinigung von Kinder-Krebs-Hilfe-Organisationen, der ICCCPO (International Confederation of Childhood Cancer Parent Organizations) und seit September 2005 auch im Vorstand vertreten.

© Foto: The University of Nottingham

Fototext: Abgesehen von Unfällen sind Hirntumoren nach wie vor die häufigste Todesart bei Kindern in Europa

Abdruck honorarfrei

Presserückfragen:
MMag.ª Monika Kehrer-De Campos, MAS; Öffentlichkeitsarbeit
Fon: + 43-1- 402 88 99

Anita Kienesberger, Geschäftsführerin
Mobil: +43-664 524 60 02

oesterreichische@kinderkrebshilfe.at
www.kinderkrebshilfe.at
 

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