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14.02.2011

15. Februar ist Internationaler Kinderkrebstag


Österreichische Kinder-Krebs-Hilfe: Trotz steigender Heilungsraten gilt Krebs bei Kindern noch immer als zweithäufigste Todesursache

Wien, 14.02.2011: Vor zehn Jahren wurde zum ersten Mal der Internationale Kinderkrebstag ausgerufen, um verstärkt auf das Tabuthema „Krebs bei Kindern und Jugendlichen“ aufmerksam zu machen. Die Überlebensrate von an Krebs erkrankten Kindern und Jugendlichen ist in den letzten 40 Jahren rasant gestiegen. Dennoch gilt Krebs mit etwa 10 Prozent nach wie vor als zweithäufigste Todesursache bei Kindern unter 14 Jahren. 

Weltweit erkranken rund 250.000 Kinder jährlich an Krebs, rund 250 davon in Österreich. Leukämien gelten mit über 35 Prozent als die häufigsten Krebserkrankungen bei Kindern und Jugendlichen, gefolgt von Hirntumoren und so genannten Lymphomen. Starben vor 40 Jahren noch mehr als 80 von 100 erkrankten Kindern, liegt die Heilungsrate heute dank medizinischen Fortschrittes bei beinahe 80 Prozent. Besonders hoch, nämlich bei über 90 Prozent, sind die Heilungschancen bei den Krebsarten Hodgkin-Lymphom und Wilmstumor. Auch die häufigste Krebsart bei Kindern, Akute Lymphatische Leukämie (ALL), hat mit rund 80 Prozent eine gute Überlebensrate. 

Aufgrund der hohen Heilungschancen leben erfreulicherweise immer mehr Menschen unter uns, die diese Krankheit als Kinder überlebten. „Wir stehen nun vor der großen Herausforderung, diesen Betroffenen eine adäquate, von Spezialisten ausgeführte Langzeitbetreuung zukommen zu lassen, die sie auch als Erwachsene im Hinblick auf mögliche Spätfolgen bestmöglich versorgt“, betont Univ. Doz. Dr. Michael Dworzak vom St. Anna Kinderspital und wissenschaftlicher Beirat der Österreichischen Kinder-Krebs-Hilfe.

Aufklären und enttabuisieren mithilfe neuer Broschüren und Dokumentationsfilm

Ein wichtigen Schritt in ihrer Aufklärungsarbeit setzt die Österreichische Kinder-Krebs-Hilfe durch eine spezielle Broschüren-Reihe, die betroffenen Eltern Antworten auf viele ihrer Fragen gibt, die bei der Diagnose "Krebs" auftauchen, wie zum Beispiel: Was kommt jetzt auf mein Kind zu? Wie läuft die Behandlung ab? Was passiert im Körper meines Kindes?

Der in Eigenproduktion gestaltete Dokumentationsfilm „Wo war Patricia?“ macht auf das Thema "Krebs bei Kindern" aufmerksam und erzählt die Krankengeschichte der 13-jährigen Patricia Fahn und wendet sich an Kinder im Schulalter, deren Freund oder Freundin an Krebs erkrankt ist.

Der Dokumentationsfilm und die Broschüren zu den häufigsten Krebserkrankungen können kostenlos bestellt werden, per E-Mail: oesterreichische@kinderkrebshilfe.at, oder per Telefon: 01/402 88 99

Kinder-Krebs-Hilfe kennt keine Grenzen

Anlässlich des Internationalen Kinderkrebstages weist die Österreichische Kinder-Krebs-Hilfe auch auf die Situation von krebskranken Kindern in Entwicklungsländern hinweisen. Diese Kinder und Familien werden von der Krankheit besonders hart getroffen, denn ohne Zugang zu einer entsprechenden Behandlung gibt es für viele leider keine Rettung. „Im Rahmen der internationalen Arbeit der Kinder-Krebs-Hilfe Organisationen übernehmen wir Verantwortung für alle krebskranken Kinder dieser Erde. Mit Hilfe von Partnerschaftsprojekten werden Behandlungszentren und Elternorganisationen auch in jenen Ländern errichtet, wo aufgrund fehlender medizinischer und finanzieller Ressourcen bisher kaum Heilung möglich war“, erklärt Anita Kienesberger, Geschäftsführerin der Österreichischen Kinder-Krebs-Hilfe.

Disclaimer

Die Österreichische Kinder-Krebs-Hilfe ist eine Interessensvertretung für krebskranke Kinder und Jugendliche sowie deren Familien. Der gemeinnützige Verein wurde 1988 als Verband von sechs regionalen Landesverbänden (Wien/Niederösterreich/Burgenland; Oberösterreich; Salzburg; Steiermark; Kärnten; Tirol/Vorarlberg) ins Leben gerufen.

Die Österreichische Kinder-Krebs-Hilfe ist Mitglied der Internationalen Vereinigung von Kinder-Krebs-Hilfsorganisationen, der ICCCPO (International Confederation of Childhood Cancer Parents´ Organisations) und seit September 2005 durch ÖKKH- Geschäftsführerin Anita Kienesberger auch in deren Vorstand vertreten.

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