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16.11.2010

"Wo war Patricia?" - Wenn der/die SchulkollegIn Krebs hat.


Aufklären und Enttabuisieren: Erste österreichische Dokumentation für FreundInnen von Kindern mit Krebserkrankung läuft in Schulen und Krankenhäusern

Wien, 16.11.2010 – Mit dem ersten österreichischen Dokumentationsfilm, der Kindern Krebserkrankungen in leicht verständlicher Form erklärt, setzt die Österreichische Kinder-Krebs-Hilfe ÖKKH einen weiteren wichtigen Schritt in ihrer Aufklärungsarbeit zum Tabuthema Krebs im Kindesalter. Der Film wurde heute in Wien den Medien präsentiert.

„Kinder machen sich Sorgen“

„Wo war Patricia?“ – so der Titel der einzigartigen Doku – richtet sich an Kinder im Schulalter, deren Freund oder Freundin an Krebs erkrankt ist. „Aufklären und Entabuisieren des Themas ´Krebs im Kindesalter´ sehe ich als eine unserer wichtigsten Aufgaben. Kinder in diesem Alter tappen oft gänzlich im Dunkeln, wenn die schwer kranke Schulkollegin oder der Schulkollege sehr lange nicht in die Schule oder in die Gruppe kommen und sie machen sich Sorgen,“ erklärte Anita Kienesberger, Geschäftsführerin der Österreichischen Kinder-Krebs-Hilfe, bei der heutigen Pressevorführung des Filmes im Top-Lokal von die Berater® in Wien. Die von Regisseurin Susanne Riegler sehr einfühlsam gestaltete Eigenproduktion der ÖKKH wurde vom Schulungsinstitut die Berater® finanziell unterstützt.

Unmittelbares Miterleben

„Wo war Patricia?“ ist nach der 13-jährigen Hauptdarstellerin Patricia Fahn benannt, die an Hirntumor erkrankt war. In kurzweiligen 14 Minuten wird die Geschichte von Patricias Krebserkrankung so erzählt, „wie sie selbst es gesehen hat“, sagte Kienesberger. Das unmittelbare Miterleben wird durch eine besondere Kameraführung erreicht, so dass sich die jungen ZuseherInnen besser in das schmerzhafte Erleben Particias einfühlen können. Der Film besteht aber nicht nur aus ernsten und tragischen Momenten, etwa wenn das kranke Mädchen amüsiert schildert, wie „ihr die Haare büschelweise ausgegangen sind“. Auch der zweite Hauptdarsteller der Doku, der bis vor kurzem an Leukämie erkrankte 16-jahrige Philipp Pruckner, bestätigte beim heutigen Pressegespräch: „Wir hatten beim Drehen jede Menge Spaß.“ Nicht zuletzt deshalb, da zahlreiche Kinder aus Philipps und Patricias Umgebung in das Projekt eingebunden waren. Die Darstellungsform fördert somit einerseits das Einfühlen und den selbstverständlichen Umgang mit dem Tabuthema Krebserkrankung im Kindesalter und erklärt andererseits kindergerecht die körperlichen Vorgänge dieser Erkrankung: Besonders anschaulich ist die Darstellung der Körperzellen mit Kindern als Statisten gelungen.

Sponsoring durch die Berater®

Dass der Film überhaupt realisiert werden konnte, ist dem Sponsoring des Schulungsinstitutes die Berater® zu verdanken, die für die heutige Pressvorführung auch ihr „Top-Lokal“ zur Verfügung stellten, in dem langzeitarbeitsuchenden Personen der Einstieg in den regulären Arbeitsmarkt ermöglicht wird. die Berater® unterstützen die ÖKKH seit langem, indem sie jugendlichen KrebspatientInnen die Möglichkeit geben, den ECDL (Europäischer Computerführerschein) zu absolvieren. Martin Röhsner, Geschäftsführer die Berater®: „Für uns als eines der größten Schulungsinstitute sind Information und Kommunikation wesentliche Erfolgsparameter. Daher war es für uns selbstverständlich, auch die Dokumentation ´Wo war Patricia` zu unterstützen. Die nunmehr fast 10-jährige Zusammenarbeit mit der Kinder-Krebs-Hilfe ist ein fixer Bestandteil unserer Bemühungen, auch als Unternehmen soziale Verantwortung zu übernehmen."