Forschungsverein
1994 wurde der „Steirische Kinderkrebshilfe-Forschungsverein“ ins Leben gerufen. Einziger und ausschließlicher Zweck des Vereines ist die Förderung der Forschung auf dem Gebiet der Prophylaxe, Nachsorge und Früherkennung von Krebs bei Kindern und die Vergabe einschlägiger Forschungsaufträge mit dem Ziel der Erarbeitung neuer Therapiemethoden in enger Zusammenarbeit mit den fachlich in Frage kommenden Universitätskliniken.
Büroadresse:
Steirische Kinderkrebshilfe - Forschungsverein
Wickenburggasse 32
8010 Graz
Forschungsverein
Bürozeiten:
Für Fragen zum Forschungsverein der Steirischen Kinderkrebshilfe steht Ihnen Mag. Sylvia Walcher in der Zeit von Montag - Freitag, 8 bis 14 Uhr gerne zur Verfügung.
Tel.: 0316/302142
Fax.: 0316/304607
e-mail: stkkh@aon.at
Mittelaufbringung:
Sponsoring durch die heimische Wirtschaft, durch Verlassenschaften und Spenden von Privatorganisationen bzw. privaten Institutionen sowie durch Mitgliedsbeiträge.
Spendenbegünstigung:
Mit Bescheid vom Nov. 1994 durch die Finanzlandesdirektion Steiermark wird festgestellt, dass der "Steirische Kinderkrebshilfe-Forschungsverein" dem begünstigten Empfängerkreis gem. § 4 Abs. 4 Ziff. 5 lit. e EStG angehört.
Bankverbindung:
Bank für Kärnten und Steiermark (BKS)
Kto.-Nr.: 180-174575
BLZ 17000
IBAN: AT55 1700 0001 8017 4575
BIC: BFKKAT2K
ZVR-Zahl: 787792506
Online-Abfrage des Zentralen Vereinsregisterauszuges unter http://zvr.bmi.gv.at/Start
Statuten: zum Download
Forschungsverein
Aufgaben des Forschungsvereins:
Die klinische Forschungstätigkeit an der Grazer Kinderklinik konnte in den letzten Jahren maßgebliche Erfolge erzielen und eine Vorreiterrolle in Europa einnehmen. In enger Kooperation mit renommierten österreichischen und internationalen Krebszentren widmet sich die Grazer Forschungsarbeit folgenden Projekten:
Österreichische Hirntumorstudie, richtungsweisende Ansätze
Österreichische Hirntumorstudie, richtungsweisende AnsätzeSeit 1991 ist Graz die österreichische Koordinationszentrale einer europaweiten Hirntumorstudie, die sich den beiden Schwerpunkten Prognose und Therapie widmet. Von 1991 bis 2009 wurden insgesamt 266 Patienten und Patientinnen in der Dokumentation erfasst.
Ausgehend von der Tatsache, dass jeder Hirntumor aufgrund einer genetischen Zellveränderung entsteht, widmet sich einer der Studienschwerpunkte den unterschiedlichen molekulargenetischen Auslösern, den dadurch unterschiedlichen Prognosen und den daraus resultierenden individuellen Therapiekonzepten.
Die laufende Studie konnte in den vergangenen Jahren dank kontinuierlich neu gewonnener Erkenntnisse nachweislich einen wichtigen Beitrag zur Therapieverbesserung leisten.
österreichweites Forschungs- und Behandlungszentrum für kindliche Augentumoren
österreichweites Forschungs- und Behandlungszentrum für kindliche AugentumorenAufgrund intensiver Forschungstätigkeit im Rahmen der Retinoblastom-Therapie wurden individuelle Behandlungskonzepte – eine jeweils patientenspezifische Kombination von Chemotherapie und lokalen augenärztlichen Maßnahmen – entwickelt, die dem erkrankten Kind das Augenlicht retten können. Das in Graz erarbeitete erste Therapieoptimierungsprotokoll wird international anerkannt und angewandt.
Grazer Kinderklinik federführend in der Nachsorgeforschung
Grazer Kinderklinik federführend in der NachsorgeforschungDem Thema „Nachsorge“ wird an der Grazer Kinder-Hämato-/Onkologie besonderes Augenmerk gewidmet: Seit dem Jahr 1990 läuft in Graz eine umfassende Nachsorgestudie, in deren Rahmen betroffene Kinder in ein detailliertes Nachsorgeprogramm aufgenommen werden. 2005 wurde an der pädiatrischen Hämato-/Onkologie eine Forschungseinheit für „Spätfolgen und Rehabilitation nach onkologischen Erkrankungen“ eingerichtet, und auch am Aufbau des internationalen „PanCare“-Netzwerkes, in dem 20 Länder Europas vertreten sind, sind die Nachsorge-Experten aus Graz federführend beteiligt.
Nachsorgeforschung reduziert therapiebedürftige Langzeitdefekte
Nachsorgeforschung reduziert therapiebedürftige LangzeitdefekteZiel der intensiven Forschungstätigkeit liegt in der Erfassung akuter und später Schäden als Folge einer Krebstherapie sowie in deren Verhinderung bzw. frühzeitigen Behandlung. Tatsache ist, dass zwei Drittel aller Kinder, die eine onkologische Erkrankung überleben, mit einem völlig normalen Alltagsleben ohne Beeinträchtigung der Lebensqualität rechnen können. Bei rund einem Drittel der Patienten und Patientinnen finden sich jedoch nach überstandener Krebserkrankung therapiebedürftige Langzeitdefekte wie z.B. Hormonausfälle, neurologische oder orthopädische Spätschäden, die eine weitere medizinische Betreuung erfordern.
Schonende und individuelle Nachsorgeprogramme
Schonende und individuelle NachsorgeprogrammeEine zukünftige Aufgabe der Nachsorgeforschung ist die Entwicklung individueller – auf jeden einzelnen Patienten zugeschnittener – schonender Nachsorgemodelle. So ermöglicht beispielsweise ein speziell für Kinder mit neurologischen Spätschäden entwickeltes Rehabilitationsprogramm die intensive multidisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Neurologen, Ergotherapeuten und Neuropsychologen, Lehrern, Physiotherapeuten und Logopäden.
Optimale Nachsorge im Erwachsenenalter
Optimale Nachsorge im ErwachsenenalterAktuelle Zielsetzung der Nachsorge ist, über eine multidisziplinäre Zusammenarbeit mit der Erwachsenenmedizin und durch die Einrichtung einer an der Kinder-Hämato-/Onkologie angeschlossenen Erwachsenen-Nachsorge-Ambulanz eine optimale Betreuung auch im Erwachsenenalter zu garantieren.
Erforschung zukunftsweisender Behandlungsmethoden rettet Leben
Erforschung zukunftsweisender Behandlungsmethoden rettet LebenDie zweite Forschungseinheit an der Grazer Kinder-Hämato-/Onkologie wurde im Jahr 2006 für „immunologische und molekulare Grundlagen kindlicher Immundefekte“ eingerichtet.
Die fünf an die Kinderkrebsabteilung angeschlossenen Labors (Neuroblastom-Analyselabor, molekularbiologisches Labor für Diagnostik von Immundefekten, Pilzdiagnostiklabor, Stammzellen- und zellbiologisches Forschungslabor, FACS-Labor zur Blutzelltypisierung) beschäftigen sich zellbiologisch, molekularbiologisch und analytisch mit den Bereichen Diagnostik, Therapie und medizinischer Grundlagenforschung für neue Therapiekonzepte. Im Mittelpunkt stehen dabei die biologische Erforschung von Krebserkrankungen und die für die spezifischen biologischen Besonderheiten möglichst maßgeschneiderten Behandlungsmethoden (von der Chemo- bis zur Immuntherapie und Stammzellentransplantation). In den vergangenen Jahren wurden speziell die immunologische Diagnostik nach der Stammzelltransplantation und die Grundlagenforschung für Immuntherapie deutlich ausgebaut. So widmet sich auch ein vom Forschungsverein der Steirischen Kinderkrebshilfe unterstütztes und in Kooperation mit der Medizinischen Universität Graz durchgeführtes Projekt der Erforschung immunologischer Abwehrmechanismen beim kindlichen Neuroblastom.
Durch die Untersuchung der komplexen Zusammenhänge der Stammzellfunktion und –regeneration können heute u.a. Fremdspendertransplantationen und haploidente Stammzelltransplantationen (Eltern/Kind) auch in Graz durchgeführt werden. Dies ist nur in wenigen Zentren Europas möglich.